Das Ladegast-Museum
in St. Laurentius zu Weißenfels

Friedrich Ladegast (1818 – 1905) gehört zu den großen Repräsentanten romantischer Orgelbaukunst im 19. Jahrhundert. Neben Heinrich Schütz und Novalis ist der weltberühmte Orgelbauer der dritte Große in der glanzvollen Kulturgeschichte der Stadt Weißenfels. In Ladegasts dort 1847 gegründeter Werkstatt entstanden in sechs Jahrzehnten rund 200 Instrumente, deren ausgezeichnete Fertigungsqualität und Klangschönheit Komponisten wie Franz Liszt, Julius Reubke und Max Reger begeisterten. Neben Wilhelm Sauer und Eberhard Friedrich Walcker gilt Ladegast als Schöpfer der Monumentalorgel deutsch-romantischer Prägung im 19. Jahrhundert.

Von seinen heute noch erhaltenen Orgeln stehen die meisten und bedeutendsten im Kerngebiet seiner Tätigkeit: im Süden des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. In Weißenfels und Umgebung sind zahlreiche schöne Orgeln des Meisters im Originalzustand erhalten geblieben. Das 2010 in der Laurentiuskirche eingerichtete Ladegast-Museum will das Andenken des Meisters in der Stadt seines Wirkens lebendig erhalten und das Verständnis für Orgelbaukunst und -musik der romantischen Epoche vertiefen helfen.